Test: Fressnapf Tracker für Hunde, wie gut ist er? (vs. Tractive)

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Ein GPS Tracker für einen Hund kann sehr viel Sinn machen! Gerade beim Freilauf oder bei Unfällen kann es schnell passieren, dass gerade ein jüngerer Hund verloren geht.

Interessierst du dich für einen GPS Tracker wird ein Modell von Tractive vermutlich ganz weit oben auf deiner Liste stehen. Allerdings will Tractive 50€ für seinen Tracker und ca. 60€ pro Jahr für das Standard Abo, ein stolzer Preis!

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Hier wirkt der neue GPS Tracker von Fressnapf gerade zu billig! Dieser kostet 39€ inklusive 2 Jahre “Abo”.

Dabei soll der Tracker von Fressnapf das gleiche können wie von Tractive! Aber kann das bei solch einem Preisunterschied überhaupt möglich sein?

Finden wir dies im Test des Fressnapf Trackers für Hunde heraus!

 

Der Fressnapf GPS Tracker für Hunde im Test

Der Fressnapf Tracker ist mit 16 x 30 x 70 mm etwas breiter als das Konkurrenzmodell von Tractive, aber deutlich flacher. Auch das Gewicht ist minimal niedriger.

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Hierdurch kann der Tracker für fast alle Hunde genutzt werden. Für meinen 8 Wochen alten Welpen ist er vielleicht noch etwas groß, ähnliches wird vielleicht auch für Chiwawa gelten. Aber ab einem mittelgroßen Hund wird er problemlos passen.

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Der Tracker selbst besteht komplett aus Kunststoff und ist versiegelt. Dieser wird über ein magnetisches Ladegerät geladen. Hierdurch ist der Tracker aber auch wasserdicht.

Befestigt wird der Tracker über Klettband am Halsband des Hundes.

 

Warum brauchen GPS Tracker (normalerweise) ein Abo?

Grundsätzlich ist die Nutzung von GPS kostenfrei. Allerdings muss der aktuelle Standort deines Hundes via Mobilfunk an dein Smartphone bzw. der Hersteller-Server übertragen werden.

In einem GPS Tracker steckt also eine SIM-Karte oder du musst selbst eine einsetzen. Dies kostet nunmal laufend Geld, was die Hersteller auf dich umlegen.

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Daher ist der Preis von gerade einmal 39€ für den Tracker und 2 Jahre Service so fantastisch! Ich kann mir hier nur vorstellen, dass dies ein Einführungsangebot ist.

Es gibt auch GPS Tracker die nur Bluetooth verwenden, diese funktionieren aber maximal auf eine Distanz von 100 Metern zu deinem Smartphone. Der Tracker von Fressnapf nutzt KEIN Bluetooth sondern das Handynetz!

Nach diesen 2 Jahren verspricht Fressnapf eine maximale Gebühr von 9,99€ pro Jahr.

 

Welches Smartphone Netz nutzt der Tracker von Fressnapf?

Dein GPS Tracker bringt dir nichts, wenn dieser keinen Empfang hat. So nutzt Tractive beispielsweise O2 als Netzanbieter, welcher gerade in ländlichen Regionen nicht den besten Ruf hat.

Fressnapf nutzt hingegen die Telekom! Allerdings kommt hier als Funktstandard nicht wie üblich 2G, 3G usw. zum Einsatz, sondern NB-IoT. Dies wird auch der Grund für den niedrigen Preis sein!

 

Was ist NB-IoT?

NB-IoT ist ein spezieller Funkstandard für “Internet of Things” Geräte. Dabei ist NB-IoT nicht auf große Übertragungsgeschwindigkeiten optimiert, sondern auf eine maximale Reichweite, niedrigen Stromverbrauch und niedrige Kosten.

NB-IoT hat eine höhere Reichweite als ein klassisches 2G Netz. Hast du also mit 2G gerade so keinen Empfang mehr kann es sein, dass NB-IoT immer noch eine Verbindung herstellen kann.

NB-IoT wird dabei von allen Telekom LTE-Masten unterstützt.

 

Gutes Tracking!

Grundsätzlich überträgt der Tracker jede Minuten den Standort deines Hundes an die Smartphone App. Es gibt aber einen optionalen “Live” Modus. Dieser verbraucht sehr viel Energie und sollte nur im Notfall eingeschaltet werden, wenn du deinen Hund wirklich suchst.

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Hier liegt die Verzögerung bei lediglich 10-15 Sekunden.

Wie genau ist das Tracking? Das hängt etwas von der Umgebung ab, aber generell lautet das Motto ausreichend genau. Ich würde sagen der Tracker trifft die Position auf +- 5-10 Meter. Hier und da gibt es auch mal kurze Ausreißer, diese sind aber nicht wichtig, denn nach wenigen Sekunden kommt ja schon eine neue Messung an.

Ich würde sagen der Tracker arbeitet ähnlich genau wie der von Tractive. Allerdings ist die Verzögerung beim Fressnapf Modell tendenziell sogar noch etwas niedriger. Vielleicht aufgrund des besseren Netzes?

Daher würde ich sogar sagen das Tracking bei Fressnapf ist unterm Strich minimal besser als bei Tractive.

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Leider gibt es bei Fressnapf aber keine Verlaufsdaten. Du kannst also die Route deines Hundes nicht in der App verfolgen.

 

Die große Schwäche, der Akku

Leider ist der Akku die große Schwäche des Fressnapf Trackers. Dieser hält beim dauerhaften Tragen lediglich 1-2 Tage (Fressnapf sagt 1 Tag, ich komme auch ca. 2,x Tage)! Zum Vergleich bei Tractive kommen wir auf 3-6Tage.

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Du musst dir also merken den Tracker jeden Abend an sein Ladepad zu hängen sonnst stehst du schnell ohne Akku da.

Du kannst den Tracker auch nur beim Spazieren gehen anlegen, dies finde ich aber suboptimal.

 

Aktivitätstracking

Im Fressnapf Tracker ist auch ein Aktivitätstracking integriert. Hierbei zählt der Tracker die zurückgelegten Kilometer und die Zeit die dein Hund aktiv war mit.

Dies wird in einer schönen Diagramm Form dargestellt, so dass du auch beobachten kannst, wie konstant dein Hund bewegt wird.

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Ähnliches hat auch Tractive, wo allerdings nur die Zeit mitgeschrieben wird, aber nicht die zurückgelegte Strecke. Tractive besitzt auch eine coole “Rangliste” mit Hunden aus der Umgebung.

So etwas fehlt Fressnapf noch, aber dennoch ist das Aktivitätstracking schon ordentlich integriert.

 

Fazit, Tractive kann sich warm anziehen!

Der Fressnapf Tracker ist fast schon ein KO Schlag verglichen mit den üblichen Verdächtigen wie Tractive. Ich nutze seit über zwei Jahren ein Modell von Tractive und werde vermutlich bei meinem 2. Hund auf Fressnapf umsteigen.

Der Fressnapf Tracker ist in fast allen Belangen gleich gut oder besser als der große Konkurrent!

Fressnapf Tractive
Kosten für 2 Jahre 39,99 € 49€ + 99,99€
Akkulaufzeit 1-2 Tage 3-6 Tage
Netzverbindung Sehr gut (Telekom) Gut (O2)
GPS Genauigkeit Sehr gut Sehr gut, aber deutlich träger
App Gut Sehr gut
Sonstigen Funktionen Gut Gut (teils aber nur Premium Abo)

 

Das einzige was ich am Fressnapf Tracker auszusetzen habe, ist die Akkulaufzeit! 1-2 Tage ist schon arg wenig. Du musst dir also wirklich jeden Abend merken den Tracker zu laden, sonst stehst du am nächsten Morgen leer da. Dies ist auch der einzige Punkt den Tractive deutlich besser macht.

Dafür kostet aber Tractive in den ersten 2 Jahren rund 3,7x so viel wie das Modell von Fressnapf!

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Dabei funktionieren die Kern-Funktionen also das Tracking bei Fressnapf sogar glatt besser! Dem Netz der Telekom und NB-IoT sei dank.

Kommst du also mit der doch recht kurzen Akkulaufzeit klar, dann halte ich glatt den Fressnapf Tracker für die bessere Wahl! Hier und da hat die Konkurrenz das ein oder andere Feature mehr (Bewegungsverlauf, Aktivitätsranglisten), aber das sind eher Spielereien und “Bonuskram“.

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